Was ist eine Funktionalstrategie?

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Die Funktionalstrategie wird auch als interne Strategie bezeichnet. Sie betrifft die inneren Abläufe eines Unternehmens und sorgt für die Wettbewerbsfähigkeit der strategischen Kostenposition. Richtig angewandt können Sie mit Hilfe der Funktionalstrategie die Prozesse in Ihrem Unternehmen optimieren und sie mit dem unternehmerischen Leitbild, Produktionsabläufen, der finanziellen Stabilität und der Personalsituation in Einklang bringen.

Permanente Wechselwirkung – Funktionalstrategie und Geschäftsstrategie

Die Geschäftsstrategie beschäftigt sich hingegen mit äußeren Prozessen. Sie legt den Fokus auf das Marktgeschehen, die Bedürfnisse der Kunden und die Außenwirkung eines Unternehmens. Oftmals beleuchten beide Strategien die gleichen Bereiche, aus verschiedenen Blickwinkeln, weshalb die Geschäftsstrategie und die Funktionalstrategie permanent in Wechselwirkung treten.

Welche Vorteile birgt die Funktionalstrategie?

Die Funktionalstrategie ermöglicht Ihnen das frühzeitige Erkennen von Entwicklungschancen und erlaubt Ihnen das hierarchieübergreifende Nutzen von Potenzial. Das Ergebnis ist eine hohe Zukunftsfähigkeit und die Bündelung von Fähigkeiten der verschiedenen Hierarchieebenen. Darüber hinaus werden Kernkompetenzen aufgebaut und gefördert.

Welche Funktionen erfüllt die Funktionalstrategie?

Die Funktionalstrategie lässt Sie operative Pläne entwickeln, die in den verschiedenen Bereichen Ihres Unternehmens umgesetzt werden können. Mit Hilfe der Detaillierungsfunktion werden die planerischen Konsequenzen heruntergebrochen und für einzelne Bereiche gesondert dargestellt. Die Koordinations- bzw. Kooperationsfunktion sorgt für ein abgestimmtes Nutzen von verschiedenen Funktionalstrategien, sodass Synergieeffekte entstehen können. Schließlich stimmt die Harmonisierungsfunktion die Unternehmensstrategie und die Geschäftsfeldstrategie mit der Funktionalstrategie ab.

Wie werden Funktionalstrategien entwickelt?

Für die Entwicklung von Funktionalstrategien können verschiedene Ansätze verfolgt werden: Zum einen bietet sich die Top-Down-Organisation an, bei der die Spitze des Unternehmens die zu verfolgenden Ziele festsetzt. Anhand dessen wird die Unternehmensstrategie entwickelt, die sodann auf die Geschäftsstrategie und schließlich auf die Funktionalstrategie heruntergebrochen wird. In diesem Fall orientiert sich die Funktionalstrategie an den ihr vorangehenden Strategien.

Zum anderen kann über die Bottom-Up-Organisation die Funktionalstrategie ungeplant und zufällig in den unteren Ebenen der Hierarchie entstehen. So beeinflusst sie die Unternehmensstrategien. Diese Herangehensweise bietet den Vorteil, dass eine große Anzahl von Mitarbeitern an dem Entwicklungsprozess teilnimmt. Im Gegensatz dazu sind an der Top-Down-Planung meist nur wenige Führungskräfte beteiligt, die aufgrund mangelnder Kommunikation innerhalb des Unternehmens nicht die Ansichten, Probleme und Ideen aller Mitarbeiter berücksichtigen, wodurch eine Strategie entsteht, die viele Mitarbeiter nicht nachvollziehen können.

Fazit der Mitdenkerin zur Funktionalstrategie

Wie Sie sehen, ist die Funktionalstrategie ein essenzielles Werkzeug für die Strukturierung Ihres Unternehmens. Mit ihrer Hilfe können Sie die internen Abläufe optimieren und das auf jeder Hierarchieebene vorhandene Potenzial ausbauen und nutzen. Aus der Sicht Ihrer Kunden mögen zwar die Ergebnisse der Geschäftsstrategie eher sichtbar sein – hiervon sollten Sie sich allerdings nicht täuschen lassen: Ein zukunftsfähiges Unternehmen funktioniert von innen heraus und genau das wird mit der Funktionalstrategie sichergestellt. Optimalerweise nutzen Sie sie mit der Geschäftsstrategie zusammen und profitieren von den so entstehenden Synergien.

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